Fortsetzung des Projekts „Ottokars Schatz“ – Expedition 3
Protokoll der dritten Expedition – „Die Schatzsuche nach Přemysl Ottokar II.“
Wie allen bekannt ist, die unsere langjährigen Bemühungen zur Lokalisierung des Schatzes von Přemysl Ottokar II., des sogenannten steirischen Depots, verfolgen, wurde am 14. März offiziell die Phase der winterlichen Reflexion, der Archivforschung sowie der analytischen Aufarbeitung der bisher gewonnenen Materialien abgeschlossen. Mit diesem Datum wurde zugleich die aktive Phase der Geländeforschung wieder aufgenommen.
Die am Ende der zweiten Etappe gewonnenen Indizien lenkten die Aufmerksamkeit zunächst in schwer zugängliche Waldgebiete im weiteren Umfeld von Graz, allgemein bekannt als der „Grazer Urwald“. Das Leitungsteam, das die Aktivitäten freiwilliger Teilnehmer:innen quer durch Familien, Generationen und gesellschaftliche Hintergründe koordiniert – vereint durch eine gewisse Form der Tschechophilie, bestimmte jedoch nach sorgfältiger Auswertung der verfügbaren Daten den Rosenhain in Graz als die wahrscheinlich zielführendere Lokalität.
Diese Entscheidung erwies sich im Verlauf der Expedition als zutreffend.
Aus organisatorischen Gründen konnte die Expedition diesmal nicht auf die Unterstützung von Ritter Albert zurückgreifen, dessen Terminkalender bereits durch ein längerfristig geplantes Turnier vollständig ausgelastet war. Stattdessen kam es kurzfristig zur Zusammenarbeit mit einem anderen, völlig unerwarteten Geländespezialisten, intern bezeichnet als „Urzeitmenschlein“.
Seine Orientierungsfähigkeit sowie seine profunde Kenntnis des Geländes waren für den Verlauf der Expedition von entscheidender Bedeutung. Ohne seine Mitwirkung wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit weder zur Aufspürung und Erlegung eines Bären noch zur Identifikation grundlegender natürlicher Ressourcen, insbesondere von Wasser, gekommen.
Das Forschungsteam stellte ihm im Gegenzug eine begrenzte materielle Unterstützung in Form einfacher Hilfsmittel (Feuerzeug, Kerze) zur Verfügung, deren Verwendung ihm von den jüngeren Teammitgliedern praktisch demonstriert wurde.
Im Verlauf der Expedition wurden Aufgaben von erheblicher Schwierigkeit bewältigt, deren Lösung koordinierte Teamarbeit, kognitive Flexibilität, körperliche Leistungsfähigkeit sowie psychische Belastbarkeit erforderte. Die Konfrontation mit anspruchsvollen Bedingungen, einschließlich potenziell riskanter Situationen, führte zu einer deutlichen Stärkung der Kohäsion innerhalb der Gruppe sowie zwischen der Gruppe und dem externen Kooperationspartner.
Nach Abschluss der Geländephase wurde der Pračlovíček ohne weitere Eingriffe in seinem natürlichen Lebensraum belassen. Als tröstlicher Umstand darf vermerkt werden, dass es gelungen ist, für ihn eine „Urzeitfreundin“ zu finden, womit seine Phase der Isolation als beendet gelten kann.
Ergebnisse der Expedition
Der Schatz bleibt weiterhin verborgen, eine vollständige Bergung ist derzeit nicht möglich.
Als positiver Ertrag ist die Auffindung eines weiteren Kartenfragments zu verzeichnen, das neue Hinweise liefert und die Richtung für den Beginn der vierten Expedition (geplant für Anfang Mai) vorgibt.
Jedes Mitglied der Expedition erhielt zwei Edelsteine von leuchtender Farbe, die als kleiner Teil des Schatzes zu verstehen sind und mutmaßlich dazu dienen, potenzielle Suchende vom eigentlichen steirischen Depot abzulenken.
Die Bärenzähne, die im Rahmen der Aufgabenerfüllung als Trophäe gewonnen wurden, stellen gemeinsam mit den Edelsteinen eine hoch geschätzte Trophäe dar, die Mut, Geschicklichkeit und Ausdauer der Teilnehmer:innen dokumentiert.
Dieses Protokoll fasst Verlauf, zentrale Interventionen und Ergebnisse der dritten Expedition zusammen und bildet eine solide Grundlage für die Planung der nächsten Etappe.